»2. Ehrenamtstag führt 150 Frauen und Männer im Pfarrzentrum St. Theresia zusammen
Als einen Tag, der neuen Schwung bringt, hat Domkapitular Christoph Kohl, Speyer, den Ehrenamtstag bezeichnet, zu dem die Pfarreiengemeinschaft St. Theresia am Samstag, 06. Februar, ins Pfarrzentrum in der Uniwohnstadt eingeladen hatte. Rund 150 Frauen und Männer aus den Pfarreien St. Theresia, St. Rochus Hohenecken, St. Peter und Paul Dansenberg und St. Josef Trippstadt, folgten der Einladung von Pfarrer Friedrich Schmit zum Tag der Begegnung.«
Domkapitular Kohl: „Schätze der Pfarreiengemeinschaft“
„Sie geben viel. Folglich sollen Sie auch etwas bekommen“, würdigte Schmit die ehrenamtliche Tätigkeit bei einem Empfang im Foyer. „Ohne Sie würde Seelsorge nicht funktionieren, ohne Sie wäre die Kirche tot.“ Den Ehrenamtstag, den die Pfarreiengemeinschaft zum zweiten Mal durchführte, wertete er als ein Zeichen der Wertschätzung und Anerkennung für die Vielen, die mit ihrem Einsatz die Pfarreien lebendig hielten. Sichtlich erfreut zeigte sich Schmit, dass die Menschen der vier Pfarreien innerhalb kurzer Zeit auf einem guten Weg des Miteinanders seien. „Hier wächst etwas zusammen“, lobte der Seelsorger das die Grenzen der Pfarreien überschreitende Denken und Verhalten der Mitglieder.
Domkapitular Kohl bezeichnete die Ehrenamtlichen als „Schätze der Pfarreiengemeinschaft“. „Mit Ihrer Arbeit geben Sie der Gemeinde ein Gesicht. Da steckt Leidenschaft und Herzblut drin“, sagte Kohl, der lange Zeit in Kaiserslautern Seelsorger der Katholischen Hochschulgemeinde gewesen war.
Geistiger Input in schwieriger Zeit: Bei Gott bleiben
Mit ausgewählten Bibelstellen bot Kohl den Ehrenamtlichen geistige Impulse für die tägliche Arbeit. „Ihr seid das Salz der Erde, das Licht der Welt“, ermutigte er mit den Worten des Evangelisten Matthäus, dass Jesus den Menschen etwas zutraue. Am Beispiel des Gleichnisses vom Weinstock und den Reben legte er den Gläubigen das Wörtchen „bleiben“ aus dem Johannes-Evangelium ans Herz. Wer bei Gott bleibe, bringe Früchte von selbst. „Der Kirche würde es besser gehen, wenn viele bleiben“, sagte Kohl.
Am Beispiel der Berufung der zwölf Apostel erinnerte er an das Apostolat der Kirche. Der Pfarrer sei zwar Vorsteher einer Gemeinde, aber nicht Alleinunterhalter, ging er auf die Rolle der Gemeindeglieder ein. Kohl: „Durch die Taufe haben alle Gläubigen Anteil am Priestertum Jesu Christi. Sie sind berufen, kleine Propheten zu sein. Katholisch sein, heißt Sendbote sein.“ Er rief dazu auf, das Bild von Kirche, Kirche ist gleich Pfarrer und Bischof, zu überwinden. „Kirche ist die Gemeinschaft aller Gläubigen.“ Auf dem künftigen Weg der Kirche mit immer weniger Priestern sei diese Einstellung von großer Bedeutung.
Gottesdienst und Komplet
Sechs Stunden lang nutzten die Mitglieder der Pfarreiengemeinschaft die Gelegenheit, sich bei Kaffee und Kuchen und einem gemeinsamen Nachtessen, gegenseitig näher kennen zu lernen. Höhepunkt war ein Gottesdienst in der farbigen Kirche St. Theresia. In seiner Predigt verwies Domkapitular Kohl auf die Bedeutung und Formen des Segens. „Der Segen ist vergleichbar mit einer Liebeserklärung Gottes an uns Menschen“, betonte er. Mit dem Segen meine es Gott gut mit uns. Musikalisch vielfältig gestaltet wurde der Gottesdienst durch die ökumenische Singgemeinschaft Dansenberger Chöre, des Weiteren von einem von Franz Schmith neu gegründeten Kinderchor und der Gruppe „Contact„ aus Hohenecken. Kirchenmusikalische Glanzlichter setzten die Sopranistin Antonietta Jana mit dem Credo und der Chor „Choeur des Tropiques“, eine Gruppe afrikanischer Studenten aus Kamerun, unter der Leitung von Constant Talon. Mit einer feierlichen Komplet endete der Abend in der von Kerzenschein beleuchteten farbigen Kirche St. Theresia.
Dank und Applaus für Organisationsteam
Auch ein Ehrenamtstag kann nur gelingen, wenn fleißige Hände organisieren, vorbereiten und sich bis zum Ende der Begegnung einbringen. Dank engagierter Frauen und Männer aus Kindergarten und Räten, insbesondere der Gastgeberpfarrei St. Theresia, kamen Dekoration und leibliche Genüsse nicht zu kurz. Viel Applaus konnte das Team um Pfarrsekretärin Doris Tost, Hausmeister Michael Modlich, Pfarrgemeinderatsvorsitzende Ina Krieger-Reimer und Oliver Schreyer, Organist und „Mädchen für alles“, für seine guten Dienste an der Gemeinschaft entgegennehmen.
Joachim Schwitalla
Kath. Pfarramt St. Theresia
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