Kirchenwachstum

»In nur wenigen Wochen wächst die Kirche in Kaiserslautern um eine Pfarrei, die man bisher pastoral eher eigenständig weit vor den Toren Stadt im Pfälzer Wald wahrgenommen hat: St. Josef in Trippstadt mit 1300 Katholiken. Die Pfarreiengemeinschaft St. Theresia mit Hohenecken und Dansenberg wird dann ab 01. August komplett. Im LOGO der Pfarreiengemeinschaft wartet nur der grüne Baustein noch auf seinen Namen.«

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Ende Juli wird Herr Pfarrer Manfred Gönnheimer nach über 30 Jahren priesterlichen Wirkens in Trippstadt in den Ruhestand gehen; aus gesundheitlichen Gründen. Dafür hat jeder Verständnis.
Dank und gute Wünsche zur Verabschiedung obliegen der Pfarrgemeinde St. Josef. Beides wird in den nächsten Wochen des Abschiednehmens geschehen. Da Pfarrer Gönnheimer aber in Trippstadt wohnen bleibt und auch dann und wann zur Mithilfe bereit ist, wird es hoffentlich kein all zu schwerer Abschied werden.

So weit, so gut. – So gut? Wie geht es den Trippstadter Gemeindemitgliedern mit Blick nach vorn? Alles scheint irgendwie einfach weiter zu laufen; das Pfarrteam St. Theresia ist schon auf das Kommende gefasst. Aber: wieder geht ein Priester, und kein neuer kommt. Wie z. B. schon Pfarrer Janson in St. Maria, hat nun auch in St. Theresia ein Pfarrer eine aus mehreren Gemeinden bestehende Pfarreiengemeinschaft, in der vor wenigen Jahren noch drei Pfarrer tätig waren. Kann man diesen steten Verlust des Pfarrers vor Ort auf Dauer durch Strukturreformen auffangen?
Mit Wachstum hat das jedenfalls nichts zu tun.

Gewachsen hingegen ist in den letzten Jahren die Anzahl pastoraler MitarbeiterInnen in unserem Pfarrverband Kaiserslautern, die qualifiziert und motiviert in ihren Berufen die Seelsorge mittragen. Sie sind anerkannt und geschätzt. Und unverzichtbar. Und berufen. Sie bringen ihr eigenständiges Profil nicht nur in die Gemeindearbeit ein; Hochschul- und Jugend- und Krankenseelsorge sind nur Beispiele ihrer pastoralen Tätigkeitsfelder.
Wachstum bisher. Und in Zukunft?
Schon jetzt können nicht mehr alle ausgeschriebenen Stellen im Bistum besetzt werden, denn auch die Anzahl der Pastoral- und Gemeindereferenten geht zurück. Warum? Fragen erlaubt. Die Folge werden wir sehr bald schon in Kaiserslautern zu spüren bekommen.
Wachstum? Wohl kaum.

Gewachsen ist leider nicht die Zahl der Gottesdienstbesucher, aber die der der Kirchenaustritte. Viele „Gründe“ gibt’s: Bestimmt nicht allein „die (Orts-)Kirchensteuer“ oder „der Papst“ … Wie sieht es aus mit dem christlichen Glauben und kirchlicher Identifikation?
Wachstum? Diskussion erwünscht!
Aber auch: Herzblut gefragt – in der Kirche! Und: Treue und Solidarität und Engagement gesucht!

Die sind bis heute gewachsen bei vielen ehrenamtlichen Männern und Frauen und Jugendlichen in unseren Pfarreien, die sich dort mit viel Liebe und Hingabe für die Sache Jesu einsetzen trotz vielfältiger alltäglicher Belastungen, trotz mancher Infragestellung aufgrund ihres kirchlichen Engagements, trotz manch kritischer Entwicklung und Enttäuschung in der Kirche selbst.
Wachstum! Trotzdem. – Ich staune.

DANKE!
Sie alle sind für unsere Kirche das erfahrbare Wirken des Heiligen Geistes, wie ein erfrischender pfingstlicher Wind. Der mag die Kraft haben, die manchmal unerträgliche Luft der Verdrossenheit, Frustration und Depression zu vertreiben. Das tut einfach gut. Sie tun der Kirche gut.
Wenn Menschen in unserer Kirche frei durchatmen können, wird Kirche wachsen, auch in geistlichen Berufen. Dann wachsen Glauben und Vertrauen. Dann kommt Freude auf. Nicht nur in Kaiserslautern und Umgebung. Auch in Speyer. Und in Rom.
Wachstum. Auch in Rom? Auch in Rom.

In Trippstadt herrscht naturgemäß „gute Luft“: Wachstum vorprogrammiert. Auch wenn kein Pfarrer mehr im Pfarrhaus wohnt. In Trippstadt.
Der Geist des Herrn weht, wo und wie er will. Ich bin gespannt, was wird. Ich glaube, es wird gut.
Willkommen, liebe Trippstadter, in der Pfarreiengemeinschaft St. Theresia und im kath. Pfarrverband Kaiserslautern!