Die Pfarrgemeinde St. Rochus in Hohenecken besteht seit 1878 als selbständige Pfarrei. Vorher wurde sie meist von den Franziskanern aus Kaiserslautern versorgt. Der Stadtteil Hohenecken war früher ein fast ausschließlich katholischer Ort; heute ist die Bevölkerung aufgrund der vielen Zuzüge konfessionell gemischt. Der Pfarrgemeinde gehören etwa 1.700 Katholiken an. Zur Pfarrei gehören außer Hohenecken noch die Breitenau und Espensteig.
Nachdem die Rochuskapelle (1748 erbaut) für die damals noch wachsende Zahl der Kirchenbesucher zu wenig Raum bot, wurde 1896/97 die heutige Pfarrkirche St. Rochus gebaut. Die Kapelle und die Kirche bilden zusammen mit der Burg den optischen Mittelpunkt von Hohenecken.
Das alte Pfarrhaus wurde 1965 den Hildegardisschwestern als Schwesternstation zur Verfügung gestellt. Dafür wurde im gleichen Jahr ein neues Pfarrhaus neben der Kirche erstellt. Seit 1974 hat die Pfarrei auch ein Pfarrheim. Das alte "Schwesternhaus" wurde inzwischen verkauft und der Erlös für die Renovierung des Pfarrheims 2003/2004 verwendet.
Seit 2007 gehört St. Rochus zusammen mit St. Peter und Paul in Dansenberg, St. Theresia im Uni-Wohngebiet und St. Josef in Trippstadt zur Pfarreiengemeinschaft St. Theresia. Sitz des Pfarrers der Pfarreiengemeinschaft ist seitdem in St. Theresia. Das Pfarrhaus neben der Kirche war allerdings nicht lange verwaist. Aufgrund langwieriger Renovierungsarbeiten des Pfarrhauses der Protestanten in Dansenberg zog vorübergehend der protestantische Pfarrer ein. Ein schönes Zeichen der Ökumene.
Zur Pfarrkirche
Die Kirche wurde 1896/97 im neugotischen Stil nach den Plänen des Architekten Ludwig Becker aus Köln erbaut. Dem Besucher der Kirche fallen die bunten Glasmalereien an den Fenstern auf; der geschnitzte Hochaltar und der Marienaltar im Seitenschiff fügen sich harmonisch in die Innenarchitektur des Kirchenraumes ein. Der Kreuzweg wurde 1979 von einem Bildschnitzer aus Oberammergau hergestellt. Den Ambo, von der Firma Picard aus Sandstein gehauen, gestaltete der Bildhauer Richard Menges aus Kaiserslautern.
Der Hl. Rochus von Montpellier ist der Patron der Kirche. Er ist deshalb vierfach präsent, zweimal in den Glasfenstern sowie als Figur im Hochaltar und an der rechten Säule vor dem Altarraum. Er lebte und wirkte im frühen 14. Jahrhundert, sorgte sich um Pestkranke, erkrankte selbst und wurde nach der Legende während seiner Krankheit von einem Engel gepflegt und einem Hund mit Brot versorgt.
Zu den ältesten Stücken der Kirchenausstattung zählt die nur 50cm große Holzskulptur der Anna-Selbdritt aus dem 16. Jahrhundert. Sie zeigt Anna mit Maria und Jesus, ein Motiv, welches seit dem 14. Jahrhundert recht verbreitet war.
Wer mehr über Pfarrei, Kirche und ihre Geschichte erfahren möchte kann über das Pfarrbüro die Festschrift zur 100-Jahr-Feier 1997 erwerben.
Rot ist durch den Sandstein und die Teppiche im Kirchenraum die dominierende Farbe.
Rot ist deshalb die Farbe, die im Logo der Pfarreiengemeinschaft für Pfarrei und Kirche St. Rochus steht.
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